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vor 3 Stunden
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LASK „reifer und besser“, Titel für Bullen futsch?

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Der LASK war besser und reifer“, musste Red-Bull-Salzburg-Trainer Daniel Beichler eingestehen. Mit der 2:3-Heimniederlage am Freitag gegen den LASK haben die Salzburger die erste Meisterschaft seit 2023 nicht mehr in der eigenen Hand.


Beichler hatte die Bullen Mitte Februar als Tabellenführer übernommen. Nach nur zwei Siegen in acht Pflichtspielen ist der frühere Serienmeister Ligavierter und im Cup ausgeschieden. Gewinnt Sturm am Sonntag (14.30 Uhr) in Hartberg, fehlen sechs Runden vor Schluss sieben Zähler auf den Spitzenreiter. „Nach so einer Niederlage kann es überhaupt kein Thema sein, von der Meisterschaft zu sprechen“, betonte Beichler.

Bild: APA/EXPA

Das Potenzial seiner Mannschaft werde zu wenig abgerufen. „Der LASK hätte uns noch mehr wehtun können mit den Fehlern, die wir gemacht haben“, meinte Beichler. „Wir werden nichts unversucht lassen, um stabiler und konstanter zu werden.“ Keine Rolle wird dabei vorerst Clement Bischoff spielen. Der dänische Flügelspieler stand zum dritten Mal in Folge nicht im Kader. „Es hat einen Vorfall gegeben“, bestätigte Beichler. „Mehr will ich dazu nicht sagen, es wird intern aufgearbeitet.“

Reiter verspricht Kader-Investitionen
Aufzuarbeiten gibt es in Salzburg genug. Etwa die jüngsten Aussagen des neuen Sport-Geschäftsführers Marcus Mann, dass der Club zu sehr in der Vergangenheit lebe und wieder verstärkt in den Kader investieren müsse. CEO Stephan Reiter gab sich offen dafür. Manns Ideen seien in der Budgetplanung bereits berücksichtigt. „Wir haben massiv die Transfereinnahmen runtergenommen für nächstes Jahr und die Ausgaben auch erhöht“, verriet Reiter auf Sky. „Zum Glück haben wir in der Zeit, als wir in der Champions League gespielt haben, diese Reserven aufgebaut.“

Bild: Kronen Zeitung

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Die klaren Worte von Mann begrüßte Reiter zumindest öffentlich. „Ich sehe den Versuch, in einer entscheidenden Phase ein klares Zeichen zu setzen und den ganzen Club aufzurütteln. Das ist okay so, das werden wir so mitnehmen und intern besprechen“, sagte der kaufmännische Chef. „Wir haben schon vor drei Jahren gesagt, es braucht eine Evolution statt einer Revolution. Das ist uns so nicht gelungen.“ Er sei froh, dass sich Mann bis 2030 gebunden habe. „Wir brauchen sowohl in der Sport-Geschäftsführer- als auch in der Trainerposition Kontinuität, ein klares Ziel und eine klare Strategie.“

Am Ende soll in der Mozartstadt wieder gejubelt werden. „Ich bin jetzt drei Jahre da und die Themen sind immer die gleichen“, meinte Alexander Schlager. „Es tut weh und ist bitter, dass wir die Leute enttäuschen.“ Der ÖFB-Teamgoalie wartet immer noch auf seinen ersten Profititel. „Es ist nicht leicht, wenn man es nicht mehr selber in der Hand hat. Die ganze Saison war zu inkonstant, dass wir über die Meisterschaft reden können.“ Die Defensivleistung gegen den LASK sei zu wenig gewesen. „Fehler können passieren, aber es geht um die Häufigkeit. Es ist Fakt, dass die Defensive Meisterschaften gewinnt.“ Kapitän Mads Bidstrup wollte den Titel noch nicht abschreiben: „Es sind noch sechs Spiele zu spielen, jeder kann jeden schlagen.“

LASK und Kalajdzic im Aufwind
In den nächsten zehn Tagen geht es für Salzburg zweimal gegen die Wiener Austria. Auf den LASK warten Showdowns mit Sturm. „Nach diesen zwei Spielen weiß man mehr, aber es ist danach noch immer nichts entschieden“, betonte Trainer Dietmar Kühbauer. Vorerst fehlt seinem Team nur ein Zähler auf die Grazer. „Es sind drei wichtige Punkte“, sagte Kühbauer nach dem späten, aber verdienten Goldtor von Xavier Mbuyamba in Salzburg. „Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre das Ziel in weiter Ferne.“

Bild: APA/EXPA

Siege wie diese könnten im Titelkampf entscheidend sein, meinte ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic. „Aber sie können auch gefährlich sein, wenn man die wichtigen und entscheidenden letzten Meter nicht geht.“ Die „Balance zwischen Können und Wollen“ werde in den sechs ausständigen Runden wichtig sein. Kalajdzic traf beim zweiten LASK-Sieg in Folge. „Ich bin bei 80 Prozent und genieße den Moment“, sagte der 28-Jährige, der drei Kreuzbandrisse hinter sich hat. „Wichtig war, dass ich meinem Körper Zeit gegeben habe. Es wird besser und besser.“

Als er die heimische Bundesliga 2019 in Richtung Deutschland verlassen hatte, befand sich Salzburg noch inmitten einer davor nie da gewesenen Serie von zehn Meistertiteln in Folge. „Die Liga ist besser geworden, andere Mannschaften haben aufgeholt“, meinte der Rückkehrer. Früher seien aber auch noch andere Namen im Team der Salzburger gestanden, erinnerte Kalajdzic etwa an Langzeit-Torjäger Jonatan Soriano. „Nichtsdestotrotz haben sie Qualität.“


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